Mittwoch, 27. August 2008

Nacht im Auto

Nacht im Auto

Voller Euphorie beschlossen wir gegen 19 Uhr nach Hamburg zu fahren. Ich mein klar - 250km um sieben Uhr abends - kein Problem. Und so stiegen wir in das Auto und fuhren dem Sonnenuntergang entgegen.

Doch tragischerweise übermannte uns die Langeweile, die Müdigkeit und so beschloss man, Musik zu hören.

"Friss die CD und sag mir was drauf ist." befahl ich dem CD-Player.

"IIIIIICCCCHHH???!" antwortete jedoch Andi panisch.

Die CD war scheiße, der Rets ebenfalls und deshalb wollte ich Andi etwas vorsingen. Haha - kann ich singen? Nein, natürlich nicht, und um es nicht peinlich werden zu lassen, sondern "zum Im Boden versinken" gröllte ich Lemon Tree.

Ich kreischte laut und hoch, sang falsch - das tat so weh in den Ohren. Lemon Tree erkannte man aber nicht.

Trotzdem machte es Spaß und wäre jemand mit im Auto gesessen, er wäre mit Sicherheit geflohen, weil wir dann beide zusammen laut und falsch "trällerten".

Gegen 24 Uhr erreichten wir erschöpft und müde Hamburg. Wo war der Campingplatz noch gleich? Keine Ahnung, wir grasten die Umgebung ab und fanden selbstverständlicherweise nichts, denn ein werter Herr Campingplatzbesitzer wollte uns doch tatsächlich nicht reinlassen - kein Platz mehr.

Ich glaub du spinnst... Nun gut, ne Nacht im Auto schadet auch nicht, wir plazierten uns vor dem Camping und wollten es uns gemütlich machen, bis man uns mitteilte, da stehen und im Auto schlafen würde 25 Euro kosten. Gehts noch???

Also fein, wir fuhren weiter und schliefen ungemütlich im Auto vor einem Haus in einem Wohngebiet.

Und hier ein Gedicht:

Das Leben ist blau,

die Welt so grau,

alles ist tragisch, so tragisch.

Grün ist der Wind,

gelb schreit das Kind,

alles ist seltsam, so seltsam.

Rot wie Blut,

feurig die Glut,

mir fehlt der Mut.

So verdammt tragisch.

Was soll ich nur tun?

Ich vermute, ja ich vermute,

ich bin ein Huhn...

Ach waren wir müde am nächsten Morgen, das war die ekelhafteste Nacht ever. Und die nächste Nacht, die verbrachten wie ebenfalls im Auto. Denn um 24 Uhr fanden wir, es wäre Zeit, nach Berlin zu fahren.
Für 280km brauchten wir geschlagene 13 Stunden. Wieso? Andi fuhr zuerst. Um 1:30 Uhr machte sie Halt auf einer Raststätte. Wir schliefen - im Auto wohlgemerkt. Um 05:33 Uhr ging es weiter, ich fuhr bis 7 Uhr morgens und dann hieß es: noch einmal schlafen.
Wir frühstückten um 10 Uhr, vermute ich, und setzen dann unsere Odyssee weiter fort. Um 13 Uhr erreichten wir endlich Berlin.
Sabs ist auf dem ersten Bild zu sehen, und Andi auf dem zweiten. gerädert von der Nacht im Auto in Hamburg.

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